Der Weihnachtsbaum von Ernst Moritz Arndt

Weihnachtsgedichte:
Der Weihnachtsbaum von Ernst Moritz Arndt

Weihnachtskarte mit Weihnachtsbaummotiv

Ernst Moritz Arndt erzählt uns seine Geschichte vom Weihnachtsbaum als Gedicht, das fast wie ein Schlachtruf klingt.

Ernst Moritz Arndt (* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf Rügen (von 1648 bis 1815 Teil Schwedens); † 29. Januar 1860 in Bonn, Preußen) war ein deutscher Schriftsteller, Freiheitskämpfer und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besatzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege,
Es erstaunt uns daher nicht, dass Arndt’s Gedicht vom Weihnachtsbaum denn fast wie ein Schlachtruf klingt.

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Der Weihnachtsbaum
von Ernst Moritz Arndt

Steht er da der Weihnachtsbaum
Wie ein bunter goldner Traum,
Spiegelt Unschuldkinderglück,
All sein Paradies zurück.

Und wir schau’n und denken dann,
Wie uns heut das Heil begann,
Wie das Kindlein Jesus Christ
Heut zur Welt geboren ist;

Wie das Kind von Himmelsart
Lag auf Stroh und Halmen hart,
Wie der Menschheit Hort und Trost
Erdenelend hat erloost.

Also steh’n und schauen wir
Gottes Lust und Gnade hier:
Was uns in dem Kindlein zart
Alles heut geboren ward.

Blüh’ denn, leuchte, goldner Baum,
Erdentraum und Himmelstraum,
Blüh’ und leucht’ in Ewigkeit
Durch die arme Zeitlichkeit!

Sei uns Bild und sei uns Schein,
Daß wir sollen fröhlich sein,
Fröhlich durch den süßen Christ,
Der des Lebens Leuchte ist.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
Daß wir sollen tapfer sein
Auf des Lebens Pilgerbahn,
Kämpfend gegen Lug und Wahn.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
Daß wir sollen heilig sein,
Rein wie Licht und himmelklar,
Wie das Kindlein Jesus war.

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