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Ostergedicht von J.v. Eichendorff

Ostern
von Joseph von Eichendorff

In diesem Ostergedicht, von Joseph von Eichendorff, vergleicht der Dichter das Ende (den Tod) und den Anfang (den Fühling) und schildert das Zusammentreffen zur Osterzeit als Auferstehung.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor, Oberschlesien geboren. Er starb am 26. November 1857 in Neisse, Oberschlesien. Joseph von Eichendorff war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik. Es gibt mehr als 5000 Vertonungen und damit gehört er zu den meist gesungenen deutschsprachigen Lyrikern. Seine Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts gilt als Höhepunkt und zugleich Ausklang der Romantik.
Einchendorff schildert in einfachen Bildern und Worten die Idylle der Natur und des einfachen Lebens. Man spürt, dass Eichendorff zu Beginn der industriellen Revolution lebte und dass er das reine Nüzlichkeitsdenken ablehnte. An diese Stelle setzte er eine metaphorische Symbolik zur Deutung von Welt, Natur und Seele. Dabei stehen seine Werke oft in religiösem Zusammenhang, der seiner starken Bindung an den Glauben entsprangt. Anders als viele Zeitgenossen war er dabei aber nicht von missionarischem Eifer, weder der Religion noch dem Deutschtum, geprägt.

Eichedorffs Ostergedicht ist ein schönes und kurzes Beispiel für seine Werke.

Osterbilder, Osterblumen

Ostergedicht

Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen,
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh’ sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,

Das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,
Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
So weit ins Land man schauen mag,

Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.

Joseph von Eichendorff

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